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Artikel & Gedanken
Wissenschaftlich fundierte Einblicke in die Psychologie des Alltags.

Gute Führung beginnt nicht mit Kontrolle, sondern mit Orientierung
Menschen arbeiten nicht automatisch besser, wenn sie stärker kontrolliert werden. Sie arbeiten besser, wenn sie verstehen, worauf es ankommt. Orientierung bedeutet: klare Ziele, nachvollziehbare Prioritäten, eindeutige Zuständigkeiten und transparente Entscheidungen.
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Warum ungelöste Spannungen Produktivität kosten?
Produktivität leidet also nicht nur durch fehlende Arbeitszeit, sondern durch psychologische Reibungsverluste. Menschen sind körperlich anwesend, aber innerlich mit Interpretation, Ärger, Vorsicht oder Selbstschutz beschäftigt.
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Warum wir immer wieder in ähnliche Beziehungen geraten
Am Anfang dachte die Person noch, diesmal wäre es anders. Der andere Mensch wirkte aufmerksam, nahbar, interessiert. Und trotzdem saß sie oder er einige Monate später enttäuscht da und merkte, dass sich die Beziehungserfahrung wieder erschreckend ähnlich anfühlte wie die davor.
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Warum manche Reaktionen stärker sind, als die Situation es erklärt
Eine starke Reaktion entsteht nicht immer nur aus dem, was gerade passiert. Oft trifft eine Situation auf etwas, das innerlich schon länger empfindlich ist. Dann reagieren Menschen nicht nur auf den aktuellen Moment, sondern auch auf Erfahrungen, die mit Scham, Kritik, Ablehnung, Unsicherheit oder Verlust verbunden waren.
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KI als Emotionsregulation
Emotionsregulation passiert oft nicht spektakulär, sondern in kleinen Momenten, in denen inneres Chaos plötzlich etwas greifbarer wird
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Erziehungsstile im Alltag
Wenn man selbst Elternteil ist, merkt man schnell, dass Erziehung nicht nur aus Regeln, Alltag und Verantwortung besteht. Sie hat auch viel mit der eigenen Haltung, mit Gefühlen, mit Reaktionen und mit dem Wunsch zu tun, dem eigenen Kind etwas Gutes mitzugeben.
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Déjà-vu
Warum sich manche Momente für mich anfühlen, als hätte ich sie schon einmal erlebt?
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Wie Kindheitserfahrungen zu psychologischen Mustern werden
Vieles von dem, wie wir heute fühlen, denken und auf andere Menschen reagieren, entsteht nicht erst im Erwachsenenalter. Schon in der Kindheit machen wir erste Erfahrungen damit, ob wir uns sicher fühlen, ob unsere Gefühle ernst genommen werden und wie Nähe überhaupt erlebt wird. Aus diesen frühen Erfahrungen entwickeln sich innere Überzeugungen, die oft lange in uns weiterwirken.
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Psychologische Muster: Wie sie entstehen und unser Leben prägen
Psychologische Muster begleiten uns jeden Tag. Sie beeinflussen, wie wir denken, fühlen und handeln, oft ohne dass wir es bewusst merken.
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Warum ich müde bin, obwohl ich nichts „Großes“ gemacht habe
Erst als ich angefangen habe, mich mit dem Thema Mental Load zu beschäftigen, wurde mir klar: Erschöpfung kommt nicht nur von dem, was wir tun, sondern auch von dem, was wir ständig im Kopf halten.
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Weltschmerz
. Ich kenne dieses Gefühl als eine stille Mischung aus Traurigkeit, Überforderung und einem einfachen Wunsch: dass Menschen nicht leiden müssten. Wenn ich ehrlich bin, ist es genau dieses Mitfühlen, das es so schmerzhaft macht – und gleichzeitig auch etwas, das ich nicht verlieren möchte. Und dann taucht diese Frage auf: Wie hält man das aus, ohne innerlich kaputtzugehen?
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Wie fühle ich mich?
Wie fühle ich mich gerade? Emotion, Gefühl und Stimmung – und wie ich sie auseinanderhalte Manchmal sitze ich da und merke nur: Irgendetwas stimmt nicht. Ich bin unruhig, gereizt oder plötzlich nah am Wasser gebaut – aber wenn mich jemand fragt, wie es mir geht, kommt erst mal: „Keine Ahnung… irgendwie komisch.“ Mir hat es geholfen, einen einfachen Unterschied zu verstehen: Emotion, Gefühl und Stimmung sind nicht dasselbe. Wenn ich sie auseinanderhalte, wird vieles klarer – ohne dass ich mich selbst zerdenken muss. Was ich mir unter Emotion, Gefühl und Stimmung merke Eine Emotion ist meistens etwas Kurzes und ziemlich Konkretes. Sie springt an, wenn etwas passiert: ein Satz, ein Blick, eine Nachricht – manchmal auch nur ein Gedanke. Und plötzlich kommt Bewegung ins System: Ich bewerte, was da gerade passiert, mein Körper reagiert, ich bekomme einen Impuls (zum Beispiel mich zu erklären, zurückzuziehen oder zu kontern) – und ich erlebe das als Ärger, Angst, Scham, Freude oder Traurigkeit. Das Gefühl ist der Teil, den ich innerlich direkt wahrnehme: dieses „So fühlt sich das an“. Für mich ist es wie die Spitze des Eisbergs – gut spürbar, aber darunter läuft noch mehr mit: Gedanken, Körperreaktionen und Handlungsimpulse. Eine Stimmung ist dagegen eher wie ein Hintergrundton. Sie hält länger, ist diffuser und oft nicht an einen konkreten Auslöser gebunden. Wenn meine Stimmung gereizt ist, wirkt vieles schneller „zu viel“. Wenn sie ruhig ist, kann das gleiche Leben viel leichter an mir abprallen. Früher dachte ich, Emotionen laufen sauber ab: Erst passiert etwas, dann fühle ich etwas. In der Realität ist es oft durcheinander: Manchmal merke ich zuerst den Körper („Mein Nacken ist bretthart“), manchmal ist zuerst ein Gedanke da („Das war unfair“), und manchmal spüre ich nur ein Gefühl – und verstehe erst später, worum es eigentlich ging. Und genau deshalb benennen wir Emotionen manchmal falsch: Körperreaktionen sind oft unspezifisch. Herzklopfen kann Angst sein – oder Aufregung. Innere Unruhe kann Ärger sein – oder auch Müdigkeit plus Stress. Wenn ich diesem Körpergefühl zu schnell einen Namen gebe, lande ich manchmal beim falschen. 1) War das Kritik – oder hat mich das gerade getroffen? Jemand sagt im Meeting: „Das ist noch nicht rund.“ Wenn ich das innerlich als Angriff auf meinen Wert deute, schießt schnell Scham hoch – und manchmal direkt danach Ärger. Wenn ich es eher als sachliche Info einordne, bleibt Ruhe, vielleicht sogar Motivation. Gleiche Situation, anderer innerer Blick, anderes Gefühl. 2) Bin ich hungrig – oder eigentlich überfordert? Nach einem langen Tag ist alles laut, ich bin angespannt und will nur noch essen. Früher habe ich das als „Disziplinproblem“ gesehen. Heute erkenne ich öfter: Manchmal ist es einfach Stress, der Entlastung sucht. Wenn ich kurz runterfahre – ein Glas Wasser, ein paar ruhigere Atemzüge, zwei Minuten sitzen – wird die Welle manchmal kleiner. Nicht weil Essen falsch wäre, sondern weil ich klarer spüre, was gerade wirklich fehlt. 3) Nacken dicht, Kiefer fest – was will das von mir? Wenn Schultern und Kiefer fest sind und ich kurz angebunden werde, steckt dahinter oft nicht „Bösartigkeit“, sondern ein Signal: Da ist Ärger. Oder ein Bedürfnis nach Grenze. Und allein dieses Erkennen verändert etwas: Ich explodiere weniger – und kann klarer sagen, was gerade nicht passt. Wie ich heute schneller herausfinde, was ich fühle Ich frage mich nicht mehr sofort: „Was fühle ich?“ – das ist mir oft zu groß. Ich mache eher einen kleinen Check-in: • Was hat mich gerade berührt? (Etwas von außen oder ein Gedanke?) • Was macht mein Körper? (Enge, Druck, Hitze, Schwere, Spannung?) • Was will ich spontan tun? (Rückzug, erklären, angreifen, Nähe, Abstand?) Wenn ich diese drei Spuren zusammensetze, taucht das passende Wort oft von selbst auf. Nicht immer perfekt. Aber viel echter als „komisch“. Und vielleicht ist das das Beruhigendste daran Emotionen sind für mich heute weniger „Störung“ – und mehr Information. Nicht immer angenehme Information, aber oft ehrliche: Was ist mir wichtig? Was fehlt mir? Wo ist eine Grenze? Was brauche ich gerade wirklich? Und manchmal reicht ein einziger Satz, um weicher zu werden: „Ah. Das ist nicht einfach nur schlecht. Das ist Angst. Oder Ärger. Oder Traurigkeit. Und das darf da sein – weil es mir etwas zeigt.“ Dieser Blogtext wurde auf Basis folgender Quellen geschrieben. Wenn du dich weiter für das Thema Emotionen interessierst, findest du hier die wichtigsten wissenschaftlichen Grundlagen zum Weiterlesen: https://shop.kohlhammer.de/allgemeine-psychologie-ii-motivation-und-emotion-25229.html https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rstb.2009.0141 Open Access via PMC: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2781886/ https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/14497895/ https://gwern.net/doc/psychology/1962-schachter.pdf https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29389177/
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